Standards & Compliance

Barrierefreiheit, die sich technisch prüfen lässt

EqualDoc ist auf etablierte Standards für barrierefreie Dokumente ausgerichtet. Ein PDF sollte nicht nur als barrierefrei bezeichnet werden, sondern nachvollziehbar und technisch überprüfbar sein.

Die Standards, auf denen EqualDoc aufbaut

Diese Standards und rechtlichen Rahmenbedingungen prägen die Anforderungen an barrierefreie PDFs in Deutschland.

  • PDF/UA – ISO 14289

    Der internationale Standard für barrierefreie PDF-Dokumente. Er legt fest, wie Inhalte ausgezeichnet, geordnet und beschrieben sein müssen, damit Screenreader und andere assistive Technologien sie zuverlässig nutzen können. PDF/UA ist einer der zentralen Standards, auf die EqualDoc ausgerichtet ist.

  • EN 301 549

    Die zentrale europäische Norm für barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnik. Sie enthält eigene Anforderungen an Dokumente, die sich an den WCAG orientieren. EqualDoc nutzt diese Anforderungen bei der Umsetzung und bei der Prüfung.

  • Deutscher Rechtsrahmen

    Je nach Anbieter gelten unterschiedliche Regeln: Die BITV 2.0 regelt, welche Anforderungen öffentliche Stellen erfüllen müssen, und verweist dabei auf die EN 301 549. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit Juni 2025 für bestimmte Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen.

Wie EqualDoc die Anforderungen umsetzt

EqualDoc übersetzt die Standards in konkrete Aufbereitungsschritte. Was sich zuverlässig automatisieren lässt, erledigt EqualDoc selbst.

Wo die Bedeutung eines Inhalts nicht eindeutig ist, markiert EqualDoc die Stelle, damit eine menschliche Prüfung möglich bleibt.

  • Dokumentstruktur und Tags
  • Lesereihenfolge
  • Überschriften
  • Listen
  • Tabellen
  • Formulare
  • Abbildungen und Alternativtexte
  • Metadaten und Dokumentsprache
  • Validierung des fertigen PDFs

Validierung ist nicht gleich Barrierefreiheit

Ein PDF kann jeden automatischen PDF/UA-Test bestehen und trotzdem schwer zu nutzen sein, etwa wenn eine Überschrift falsch gewählt ist, die Lesereihenfolge inhaltlich nicht stimmt oder ein Alternativtext das Bild nicht beschreibt. Ein Validator prüft die Form, nicht die Bedeutung.

  • Technische Validierung

    Das fertige PDF wird gegen die maschinell prüfbaren Anforderungen von PDF/UA geprüft, unter anderem mit dem Open-Source-Validator veraPDF.

  • Semantische Analyse

    EqualDoc prüft zusätzlich, ob Struktur und Inhalt zusammenpassen: Überschriften, Lesereihenfolge, Tabellen und Texte im Kontext des Dokuments.

  • Offene Punkte im Bericht

    Bleibt eine Entscheidung unsicher, nennt der Prüfbericht die Stelle ausdrücklich, statt sie zu verbergen.

Qualitätssicherung

EqualDoc wird laufend auf mehreren Ebenen getestet.

  • Automatisierte Regressionstests

    Jede Änderung wird gegen eine wachsende Testsammlung geprüft, damit Verbesserungen bestehende Ergebnisse nicht verschlechtern.

  • PDF/UA-Validierung

    Die erzeugten PDFs werden mit veraPDF gegen die maschinell prüfbaren PDF/UA-Regeln validiert.

  • Umfangreiche Benchmark-Sammlungen

    Große Sammlungen von Test-PDFs mit bekannten Soll-Ergebnissen decken Struktur, Tabellen, Formulare, Abbildungen und weitere Bereiche ab.

  • Reale PDF-Dokumente

    Reale PDFs aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen zeigen, wie EqualDoc mit den Eigenschaften echter Dokumente umgeht.

  • Gezielte manuelle Prüfung

    Ausgewählte Ergebnisse werden von Hand geprüft, besonders dort, wo automatische Prüfungen an ihre Grenzen stoßen.

EqualDoc orientiert sich an den genannten Standards und Anforderungen. Eine Zertifizierung durch ISO, ETSI oder staatliche Stellen besteht derzeit nicht. Die genannten Standards sind die Grundlage, an der wir Entwicklung und Prüfung ausrichten.

Sehen Sie selbst, was EqualDoc in Ihrem PDF findet.